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Enterprise-2.0-Blumenstrauß 21. April 2008

Posted by QualitätZwoNull in Allgemeines.
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Dass zu Enterprise 2.0 u. a. Wikis, Blogs und Social Networks gehören ist, so denke ich, keine besondere Erkenntnis. 

Ich habe aber derzeit den Eindruck (u. a. nach der “Lektüre” der ersten Artikel des Focus (Hör-)Jahrbuch 2008, zu dem auch Alexander Richter beigetregen hat), dass Web 2.0 im Unternehmenskontext oft noch etwas undifferziert betrachtet wird.

Also sammeln wir mal im Schnellschuss ein paar unsortiere und unbewertete Kategorien mit jeweils ein, zwei Beispielen. Wo kann man Web-2.0-Systeme im Unternehmen einsetzen?

  • Kerngeschäft: Betrieb einer Web-2.0-Plattform als Kerngeschäft (z.B. XING). Oder (wahrscheinlich wesentlich seltener) der Verkauf einer Web-2.0-Plattform
  • Interne Unternehmenskommunikation: Blogs von Managern und Mitarbeitern. Interne Social-Networking-Plattformen. 
  • Management: Wikis als Allround-Plattform zum Projekt-, Innovations- oder Wissensmanagement.
  • Kollaboration: Wikis zur gemeinschaftlichen Erstellung von Dokumenten.
  • Kooperation: Gemeinsames Social-Network-System von Produzent und Zulieferer. 
  • Marketing: Nutzung von Videoplattformen (z.B. YouTube) zu Zwecken des (viralen) Marketings. Auswertung von Sozialen Netzwerken zum Targeting. 
  • Competitive Intelligence: Nutzung von öffentlichen Blogs, Wikis etc. zur Aufklärung von Absichten der Mitbewerber
  • Forschung & Entwicklung: Als Möglichkeit der Partizipation von Kunden, bzw. neudeutsch “Prosumenten”, an Produkten (z.B. Lego-Club).
Was ist Eure Meinung? Sind das wesentliche Kategorien? 

Kommentare»

1. schaeferblick - 21. April 2008

Ich hätte da noch Instant Messaging anzubieten, als einfache Möglichkeit der spontanen und eher ungezwungenen Kommunikation in einem Unternehmen. Ausserdem offenbaren sich dadurch die tatsächlichen, eher informellen Kommunikationsnetzwerke, die sich zudem schneller ändern können als jedes Organigramm.

Dann fällt mir da noch auf (ohne zu kleinlich zu sein): Gibt es eigentlich im Deutschen bzw. in der Web 2.0-Welt eine Untercheidung zwischen Kooperation und Kollaboration?

2. QualitätZwoNull - 22. April 2008

Würdest Du Instant Messaging wirklich dem Web 2.0 zuordnen? Ich sehe das kritisch. Schließlich würde E-Mail auch niemand als Web-2.0-Technolgie bezeichnen. Womit wir wieder zu der Frage kämen, wo die Grenze zwischen dem “klassischen” Web und dem “neuen” Web verläuft.

Zum Unterschied zwischen Kollaboration und Kooperation: ich denke, meist werden diese Begriffe synonym verwendet. Ich persönlich verstehe unter Kollaboration eher das gemeinsame Handwerk, das gemeinsame Arbeiten an z.B. einem gemeinsamen Produkt, während Kooperation für mich eher ein strategischer Begriff ist und mehr ein Seit-an-Seit arbeiten für ein gemeinsames Ziel steht. Also Kolaboration eher im Sinne eines Gruppeneditors, Kooperation eher zwischen verschiedenen Unternehmen zur erhöhten Wertschöpfung.

Aber ich gebe dir auf jeden Fall in soweit Recht, dass wenn überhaupt ein Unterschied besteht, er marginal ist und man diese Kategorien zusammenfassen oder anderen unterordnen können wird.

3. Alex - 23. April 2008

Ich bin dafür.

4. Josch - 23. April 2008

Drei Anmerkungen :
Kollaboration : Nicht nur Wikis für “eine” Dokumentation, sondern generell eine gemeinsame Redaktion zur Wissensdokumentatition (Kollectives Wissen).

Kollaboration II : Arbeits(ver)teilung in Aufgaben, Projekten, Gremien, gerne auch Dokumentenzentriert

Navigation : Tagging, Verschlagwortung, Lebende Thesauri, Neue Zusammenhänge, Gewichtung von Verbindungen in Content, Schlagwort/Tagorientierte Suchen statt Volltext Suche

5. Michael Koch - 23. April 2008

Die Grenze zwischen dem “Web 2.0″ und dem Rest sollte man meiner Meinung nach hauptsächlich bei der “Partizipation” ziehen - also der Möglichkeit einfach etwas (z.B. Information - auch Awareness Information) für (potentiell unbekannte) andere bereitstellen zu können. E-Mail im klassischen Sinne (1:1) gehört da sicher nicht dazu. IM als 1:1-Kommunikationskanal meiner Meinung nach auch nicht. Wenn es aber zu Mailinglisten und Kommunikation wie in IRC oder Twitter kommt, dann ist das eine andere Sache. Was aber auch beim klassischen IM meiner Meinung nach zum Web 2.0 gehört ist die Netzwerkanzeige (Presence Awareness).