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Vorletzter Post 3. März 2009

Posted by Dennis Marc Busch in Uncategorized.
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Den wenigen, die hier regelmäßig hereingeschaut haben, wird es nicht entgangen sein, dass meine Veröffentlichungsrate eher gering ausfiel. Das lag vor allem daran, dass das Thema, welches ich dem Blog gegeben habe, die sinnvollen Posts doch stark einschränkte.

Ich habe mich daher entschlossen, diesen Blog zu schließen. Dies ist der vorletzte Artikel. Allerdings werde ich das Bloggen nicht aufgeben. Ein neues Projekt gemeinsam mit anderen Autoren ist bereits in Planung. Sobald es so weit ist, werde ich im letzten Artikel darüber berichten.

Doktorandenseminar auf der Mensch & Computer 2008 7. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in Veranstaltungen.
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Die I-KNOW habe ich mit vielen neuen Ideen verlassen und bin (fast) direkt weitergejettet nach Lübeck. Dort findet heute ein Doktorandenseminar im Rahmen der Konferenz Mensch und Computer statt, an dem ich teilnehmen und mein Dissertationsprojekt verteidigen darf (ja, darf – ich bezahle schließlich sogar dafür ;-) .

Neben mir stellen noch fünf andere Doktoranden ihre in Arbeit befindlichen Dissertationen vor. Zwar fühlt man sich ein wenig wie vor einem Tribunal, sieht man sich doch gleich vier Professoren gegenüber, die wirklich nachbohren; es hilft aber ungemein, Scheuklappen abzureissen, neue Impulse zu bekommen und seine Arbeit mal aus einer anderen Sichtweise beleuchtet zu sehen.

Insbesondere die Konzentration auf Methodik und Eingrenzung wird immer wieder angemahnt. Es geht wohl den meisten Doktoranden zu Beginn so, dass man sich eher zu viel vornimmt, als zu wenig, weil man den Umfang seines Themenbereichs überhaupt noch nicht abschätzen kann.

Nicht zuletzt ist es schön, sich mit “Leidensgenossen” auszutauschen und gemeinsame Schnittstellen zu entdecken. Ich denke, es lohnt sich hier den ein oder anderen Kontakt für die Zukunft zu etablieren.

Auf jeden Fall sind solche Veranstaltungen für jeden Doktoranden zu empfehlen.

I-KNOW> Wissensmanagement in der Schwedischen Armee 5. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in Uncategorized.
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Für die Schwedische Armee wurde untersucht, wie man Lessons Learnt im militärischen Kontext erfassen und nutzen kann. Dort wurden verschiedene Informationssysteme betrachtet, die in diesem Kontext bereits vorhanden waren, aber nicht so wirklich funktierten. Inhaltlich für mich wenig neues, ich hätte mir zumindest eine Lösungsidee für die identifizierten Probleme gewünscht.

Ein Highlight gabs aber trotzdem. Frage nach dem Vortrag:

Do you have a Knowledge Management Vision in your Organisation?”

“No”

“Wouldn’t that help?”

I-KNOW> Matchmaking 4. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in Uncategorized.
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Nach dem nicht extrem mitreißenden Vormittag bin ich nun sehr begeistert vom International Cooperation Forum, dem sogenannten Matchmaking. Das ist im Prinzip Speed-Dating für Wissenschaftler. Vor der Konferenz konnte man sein Profil angeben und auf Basis dessen andere Teilnehmer zu Vier-Augen-Gesprächen buchen oder gebucht werden.

Ich habe nun die ersten drei Gespräche hinter mir und finde, das Konzept geht auf. Die jeweils verfügbare halbe Stunde ist schnell vorbei und es ergeben sich wirklich brauchbare Ansätze zur Kooperation. Da man so oft auf Konferenzen sagt, eigentlich bräuchte es nur die Kaffeepausen, finde ich das einen Ansatz, den ich gerne auch auf anderen Veranstaltungen sehen würde.

Ohne ins Detail zu gehen (kann ja im Gegensatz zu den Vorträgen nicht wirklich Live bloggen): Es haben sich konkrete Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sowohl beim Wissenstransfer als auch in der Analyse und Visualisierung von Wikis ergeben. Ich hoffe, diese Möglichkeiten lassen sich kurzfristig auch in die Praxis umsetzen.

Muss los, nochmal drei Dates… ;-)

I-KNOW> 40 Erfolgsgeschichten aus Kleinstunternehmen 4. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in Uncategorized.
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Endlich einmal ein Vortrag, der mit der Absicht beginnt, die Technik einmal auszuklammern. Reinhard Willfort vom Innovation Service Network hat sich Kleinstunternehmen angeschaut und in 40 Erfolgsgeschichten dargestellt, wie Wissensmanagement funktionieren kann.

Diese Erfolgsstories gefallen mir deswegen gut, weil sie sich in der Kategorie bewegen, in der auch Xerox mit seinen Funkgeräten für die Servicetechniker zur kommunikativen Verlängerung der Kaffeepause einen Klassiker des wirklich pragmatischen Wissensmanagements geschaffen hat.

Besonders gefallen hat mir ein Fehleraltar, auf dem in einem Marketingunternehmen schief gelaufene Projekte wie Visitenkarten etc. präsentiert werden. Selbstverständlich funktioniert das nur bei einer entsprechenden Fehlerkultur und dem Willen, aus Fehlern zu lernen statt den Verursacher zu bestrafen.

Ich bin gespannt auf das Buch, in dem alle identifizierten 40 Erfolgsgeschichten veröffentlicht werden.

Ein schöner Vortrag, der mal wieder zeigt, dass Kultur und Kommunikation den Kern des Wissensmanagments bilden.

I-KNOW> Wissensmanagement? 4. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in TRIPLE-I'08, Uncategorized.
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Zweiter Tag – und eine Frage: gibt es wirklich so wenig Ideen im Wissensmanagement? Leider bestätigt sich auch auf dieser Konferenz die Tendenz, dass das Thema Wissensmanagement zu 80% nur als Verkaufsargument oder Daseinsberechtigung für meist nicht einmal besonders einfallsreiche Intranet-Portale, Dokumentenmanagementsysteme oder im Extremfall ein Informationsmanagement mit einigermaßen aktuellen Technologien missbraucht wird.

Nach einem Vortrag über angebliches Wissensmanagement in Großprojekten – in dem mir der Wissensmanagement-Part irgendwie entgangen sein muss – lausche ich nun einem Vortrag zu “pragmatischem Wissensmanagement”.

Nun ist ein pragmatisch ein tolles Wort, wenn man einfallslos nett umschreiben möchte. Das was hier als pragmatisches Wissensmanagement vorgestellt wird, ist eine Sammlung von nicht einmal aktuellen Technologien, die als State Of The Art dargestellt werden. Ohne Fokus auf den Menschen, ohne den Mut, klassische Organisations- und Mangementtheorien auch nur zu hinterfragen wird “Verschlagwortung”, “Zentrales Regelwerk”  und die Anbindung an ein “Management-Cockpit” als Management des Wissens verkauft.

Zum Glück sind das Wichtige bei einer solchen Konferenz nicht die Vorträge, sondern die Gespräche dazwischen, davor und danach. Zumindest dort konnte ich auch intelligente Menschen treffen und einiges neues Lernen. Ich freue mich daher auch sehr auf das Matchmaking – quasi ein Speeddating für Wissenschaftler – heute Nachmittag.

I-KNOW> Graz ist schön 4. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in Uncategorized.
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Der Weg zur obligatorischen Welcome Reception gestern abend wurde in Rahmen einer kleinen Stadtführung organisiert, und ich muss sagen, Graz ist wirklich eine schöne Stadt mit unverkennbarem mediterranem Einfluss. Dazu zählt anscheinend auch das Klima, ich habe mit langem Hemd noch abends viel Schweiss vergossen.

Nachdem wir ein paar Essens- und Gesprächshäppchen aufgenommen hatten führte uns unsere Frau Professorin noch auf den Berg zum Grazer Uhrturm und ermöglichte uns damit einen wunderschönen Blick auf Graz bei Nacht.

Anbei ein paar Impressionen.

I-KNOW> Skywiki bei Fraport 3. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in TRIPLE-I'08.
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Wieland Stützel erzählt im ersten Vortrag nach der Mittagspause (nach meinem persönlichen Zeitplan gerechnet) vom Wissensmanagement der Fraport AG. Dort wird neben der Wissensstafette, den dort so genannten Goldenen Seiten auch ein Wiki-Projekt durchgeführt.

Es handelt sich bei beim Skywiki um ein zentrales Wiki für die Fraport AG. Das Wiki basiert auf MediaWiki und läuft seit sieben Monaten im Produktivbetrieb. Es enthält derzeit ca. 1500 Artikel, die von ca. 340 registrierten Nutzern erarbeitet wurden.

Beim Start sei die größte Herausforderung gewesen, die Begeisterung der Mitarbeiter zu wecken. Daher wurde eine Informationskampagne in allen internen Medien mit Unterstützung des Personalvorstandes durchgeführt.

Sehr interessant war der Erfahrungswert, dass zwar anonym geschrieben werden darf, aber bisher kein Missbrauch aufgetreten ist.

Aus der Erfahrung der Praxis stellte er folgende Erfolgsfaktoren heraus:

  • Akzeptanz beim Management herstellen
  • Kleine Gruppe von überzeugten Mitarbeitern sammeln
  • Zum Start bereits Inhalte bereitstellen
  • Ständige Werbung
  • Potentielle Autoren persönlich ansprechen

Ausdrücklich sprach er die Hidden Agendas an. Wikis setzen auf Kulturveränderung im Unternehmen durch die HIntertür. Kooperative Formen der Zusammenarbeit und faierer Umgang mit Kritik werden vorangebracht.  Das klassische Paradigma, dass richtige Information nur von der Hierarchie kommt, wird hinterfragt.

Interessant aus meiner Sicht ist, wie sehr das Skywiki-Konzept unserem eigenen für das Bundeswehr-Wiki ähnelt. Ich werde nach dem Vortrag versuchen, einen Kontakt zum Erfahrungsaustausch herzustellen.

I-KNOW> Story-based organizational learning 3. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in TRIPLE-I'08.
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Andrew Gordon von der USC (USA) referiert über Story-Telling-Technologien für organisationales Lernen.

Er stellt als Problem des Storytelling in Organisationen die lange Zeitspanne zwischen Erfahrung, Interview, Relevanzfilterung und tatsächlicher Integration in das organisationale Training dar. Seine Vision ist eine “Story Management Pipeline”, also einer Art Fließband für Stories, auf dem aus Erfahrungen in kurzer Zeit organisational verfügbares, Story-basiertes Training entstehen kann. Die Herausforderung dabei ist: wie können Stories möglichst automatisiert erfast werden?

Automatisch geht wohl noch gar nicht. Die Idee z.B. der Spracherkennung hat dabei wohl schlecht funktioniert – die verfügbare Software ist immer noch nicht so weit, frei gesprochenes Wort präzise umzusetzen.

Die Nutzung von Weblogs ist da mit den heutigen technischen Möglichkeiten wesentlich effektiver. Er untersuchte in knapp über einem Jahr 4,5 Millionen Blogs mit über einer Milliarde Stories. Eine Möglichkeit ist es danach, toolunterstützt Stories aus der vorhandenen Textbasis der Organisation statt aus Interviews zu entwicklen.

Wirklich nett ist eine für die US Army entwickelte Idee: Forth Frame Forums als Lernumgebung. Die Stories werden hier als Comic mit je vier Bildern dargestellt. Dabei kann dann vom Lernenden die Sprechblase im vierten Bild gefüllt werden.

I-KNOW> Neurocards 3. September 2008

Posted by Dennis Marc Busch in TRIPLE-I'08.
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In der ersten Kaffepause ist mir eine äußerst bunte Beigabe der Konferenzunterlagen aufgefallen, die Neurocards:

Neurocards

Neurocards

Die hier verteilten Neurocards sind eine Offline-Version der Neurocards von Neurovation, einer “Kreativitätsumgebung”, die Neurowissenschaft und Innovation verbindet. Dafür bietet es der Community (“kreative Geister”) eine Plattform, auf der verschiedene Werkzeuge benutzt und Inhalte personalisiert werden können.

Neurocards sind einfach längliche Karten aus starken Papier, auf denen jeweils vier Kästchen abgedruckt sind. In das erste schreibt man ein Problem oder eine Herausforderung, vor der man steht. Dann gibt man die Karte an eine beliebige Person, die eine Idee zu diesem Problem in das zweite Kästchen notiert. Anschließend wird die Karte noch an zwei weitere Personen weitergegeben und geht schließlich mit den gesammelten Ideen zurück.

Ich finde das eine schöne Idee, weil es schnell geht (man muss sich kurz fassen, die Karte ist einfach weiterzugeben), billig ist und mal wieder ein Beispiel für ein Wissensmangement-Tool ist, das nicht von einem Computer abhängig ist (zum ausdrucken vielleicht..).

Die Karten kann man sich bei Neurovation herunterladen.